Pflegestufen

Die Pflegestufen

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) prüft im Auftrag der Pflegekasse, ob eine Pflegebedürftigkeit im Sinne des Gesetzes vorliegt. Dieser Antrag kann formlos bei der jeweils zuständigen Pflegekasse gestellt werden und natürlich ist AurA bei der Antragstellung auf Wunsch gerne behilflich. Nach der Begutachtung durch den MDK wird dem Antragsteller eine Pflegestufe zugeordnet, die für die Höhe der Kosten und auch für die Höhe der Leistungen der Pflegeversicherung eine bedeutende Rolle spielt. Kommt der MDK zu der Empfehlung einer Eingruppierung, so gibt es für den Antragsteller die Wahl zwischen der Geld- und der Pflegeleistung, oder aber die Kombination aus beidem, die sogenannte Kombinationsleistung.

Durch  Einteilung in eine der Pflegestufen werden dem Versicherten Leistungen aus der Pflegeversicherung gewährt. Nachfolgend werden wir Ihnen die Anspruchsvorraussetzungen kurz erläutern.

Die Pflegestufe 0 (geringfügig Pflegebedürftig):
  • Personen, die laut Gutachten des MDK in die Pflegestufe 0 eingruppiert werden, liegen unterhalb des Hilfebedarfs der Pflegestufe 1 und erhalten keine Sach-/ bzw. Geldleistungen aus der Pflegeversicherung. Mit der Reform der Pflegeversicherung im Jahre 2008 und durch das Pflegestärkungsgestz allerding, werden Versicherten die einen erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf haben monatliche Leistungen in Höhe von 104 € oder 208 € monatlich gewährt. Dieser Betreuungsbedarf ist in §45a SGB XI geregelt und wird bei der Begutachtung durch den MDK berücksichtigt. Seit der Einführung des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes erhalten Personen die einen Anspruch nach §45a SGB XI haben ebenfalls Pflegesachleistungen oder Pflegegeld.

 

Die Pflegestufe I (erheblich Pflegebedürftige):
  • Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität (Grundpflege) für wenigstens zwei Verrich­tungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen undzusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaft­lichen Versorgung benötigen. Zusätzlich muss der Zeitaufwand, den eine Lai­enpflegekraft für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und der haus­wirtschaftlichen Versorgung benötigt, wöchentlich im Tagesdurchschnitt min­destens 90 Minuten betragen. Davon müssen mehr als 45 Minuten auf den Be­reich der Grundpflege entfallen.

 

 Die Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftige):
  • Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens drei mal täglich zu verschiedenen Ta­geszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftliche Versorgung benötigen. Der hierfür erforderliche Zeit­aufwand einer Laienpflegekraft muss mindestens 3 Sunden betragen. Davon müssen auf die Grundpflege mindestens 2 Stunden entfallen.

 

 Die Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftige):
  • Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hil­fe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der hierfür erforderliche Zeitaufwand einer Laienpflegekraft muss mindestens 5 Stunden. betragen. Davon müssen auf die Grundpflege mindestens 4 Stunden entfallen.