Yvonne Gimpel

Yvonne_Gimpel Mein Tätigkeitsfeld als Fachwirtin für Sozialdienste umfasst im Wesentlichen den sozialpflegerischen und Pädagogischen Bereich. Bevor ich in der Altenhilfe Fuß fasste, arbeitete ich eine lange Zeit mit Jugendlichen und Kindern, da ich fest entschlossen war, dort meine berufliche Zukunft zu sehen. Im Rahmen meiner damaligen Ausbildung wollte ich schließlich einen starken Kontrast in der Arbeit mit Menschen, so dass ich mich für einen Einblick in die Seniorenarbeit in der AurA entschied. Hier bin ich nun… und das sehr gerne, mit ganzem Herzen. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt in der Gruppen – und Biografiearbeit sowie in der Begleitung und intensiven Betreuung von Menschen, die soziale Nähe, eine sinnvolle Aktivität und eine achtungsvolle Versorgung in der AurA wahrnehmen möchten.Die Entfaltung von Kreativität, Bewegung von Köper und Geist, Belebung aller Sinne, Erhaltung und Förderung von Kommunikation sind dabei wirksame und maßgebende Instrumente meines Berufes.

Im Vordergrund steht immer der Fokus auf die Ressourcen und Stärken der Menschen. Den Gast in seiner Vollwertigkeit anzuerkennen, ihn wertzuschätzen und ihm die Selbstständigkeit nicht abzusprechen sind wichtige konzeptionelle Grundsätze der AurA, die ich persönlich sehr wichtig finde. Nur auf diese Weise kann ich mich mit meiner Arbeit identifizieren, sie leben und wachsen lassen.Die Gruppenarbeit zeichnet sich insbesondere durch die Zusammengehörigkeit bzw. durch das Miteinander Erleben aus. Sehr schön finde ich, dass unsere Gäste miteinander in den Austausch kommen können, Erinnerungen wieder lebendig werden lassen, Identität entdecken, spüren, wie individuell doch jeder ist, aber feststellen, wie bestimmte mühselige und glückliche Zeiten zur gleichen Zeit erlebt wurden, Lebens – und Alltagsaufgaben, die bewältigt wurden im Umgang mit Werten, Normen, Traditionen und die Art zu leben, ob auf dem Land oder in der Stadt. Es sind Begegnungen und Erinnerungen besonderer Art, die mich faszinieren und immer wieder selbst zum Nachdenken anregen. Die Arbeit mit alten Menschen berührt mich sehr und hat meinen Blick auf das eigene Leben und gewisse Sichtweisen verändert. Das Wertvolle an der Arbeit in der Altenhilfe für mich ist, dass das Thema „Altern“ nicht tabuisiert wird und es sich in der Auseinandersetzung damit viel intensiver und bewusster leben lässt. Das „Älterwerden“ ist nun einmal der Prozess des Lebens und in dem Austausch mit Menschen, die weise auf ein langes Leben zurückblicken, ein so kostbares Gut, dass ich für mich und in der Arbeit nutzen kann.